1. Männer Rostock zu stark: HSG sammelt wichtige Erfahrung

Diesmal wurde es nichts mit einem Auswärtserfolg der HSG Eider Harde beim HC Empor Rostock. Landeten die Handball-Männer von Trainer Matthias Hinrichsen im April einen 37:31-Coup an der Ostsee, mussten sie sich diesmal mit 21:28 (9:15) geschlagen geben. Mehr als 20 Fahrkarten in der Offensive, darunter drei verworfene Siebenmeter, verhinderten ein besseres Ergebnis. Mit den 28 eingefangenen Toren beim HC Empor war Hinrichsen zufrieden – schließlich ist der HC Empor ein Team, das sich sicherlich erneut im oberen Tabellendrittel der 3. Liga Nord-Ost einordnen wird und dessen mittelfristiges Ziel die Rückkehr in die 2. Liga ist.
„Wir müssen nichts schönreden, mit unserer Abschlussquote können wir nicht zufrieden sein. Wir müssen kritisch bleiben, aber das Wichtigste ist, dass wir an unseren Weg glauben. Und das tun wir. Das Vertrauen in unsere Verteidigung ist groß“, resümierte Hinrichsen.
Zu einer Verteidigung gehört auch ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten. Den hatte die HSG am Sonntag in Person von Keeper Jorge Schmidt, der seine Quote aus dem Füchse-Spiel nochmals steigerte und diesmal auf 15 gehaltene Bälle kam.
Dass es vorne noch nicht flutschen will, war in Rostock zudem eher erwartbar als überraschend. Mit Tjorben Heckel und Finn-Luca Bies fielen kurzfristig zwei wichtige Rückraumstützen wegen Schulterproblemen aus – beide hatten beim Sieg im April in der Fiete-Reder-Halle noch gemeinsam 15 Tore beigesteuert.
Hinrichsen sieht in solchen Personalengpässen eher eine Chance für andere Akteure.
„Bis auf den Abschluss haben wir es allesamt ordentlich gemacht“, sagt der Eider-Coach. Nur ein Beispiel dafür: In Halbzeit zwei spielte die HSG im Angriff gute 15 Minuten mit Thure Bielfeldt, Oskar Wichmann und Paul Jonas im Rückraum. Zwei Noch-A-Jugendliche und einer im ersten Männerjahr. Solche Erfahrungen für so junge Nachwuchstalente können sich im Saisonverlauf als Gold wert erweisen. Unterm Strich ging die zweite Halbzeit dann auch nur mit einem einzigen Törchen Unterschied verloren.
Hinrichsen: „Leider hat uns Rostock nicht den Gefallen getan und sich Undiszipliniertheiten geleistet. Sie haben uns kaum Gegenstöße gegeben und das Ding souverän heruntergespielt.“
Der Trainer blickt den nächsten Wochen dennoch erwartungsfroh entgegen: „Wir brauchen nicht nervös werden, unsere Lernkurve zeigt nach oben.“
Schmidt, Haack; T. Heckel, Kock (1), Schneider (2), Ohm-Abelmann (3/1), Frahm (5), Bies, Hamann (3/3), Rohwer (4), M. Dau (2), P. Dau (1), Wichmann, Bielfeldt, Jonas, Schatz