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männliche Jugend C Zu spät aufgewacht – starke Reaktion reicht am Ende nicht

Am Sonntag ging es für unsere Jungs auswärts gegen den TSV Glücksburg 09. Am Ende mussten wir uns mit 22:27 geschlagen geben. Und so ärgerlich das Ergebnis ist: Dieses Spiel wurde nicht erst in den letzten Minuten verloren.

Wir haben den Start schlicht verschlafen.

Glücksburg war vom ersten Ball an hellwach, konsequent und präsent. Während der Gegner sofort ins Spiel fand, brauchten unsere Jungs viel zu lange, um wirklich anzukommen. Nach nicht einmal zwei Minuten stand es bereits 2:4, danach liefen wir einem immer größer werdenden Rückstand hinterher.

Gerade gegen einen Gegner, der sehr intensiv und körperbetont verteidigt, muss man von der ersten Sekunde an dagegenhalten, Zweikämpfe annehmen und mit voller Konzentration spielen. Genau das gelang uns zunächst nicht ausreichend. Zur Halbzeit stand deshalb ein deutliches 9:16 auf der Anzeigetafel.

Aber dann zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht.

Nach der Pause waren plötzlich mehr Tempo, mehr Mut und vor allem mehr Kampf im Spiel. Unsere Jungs hielten dagegen, suchten ihre Chancen und ließen sich auch von Rückschlägen nicht mehr so leicht aus dem Rhythmus bringen.

Und das sieht man auch an den Zahlen:

Die zweite Halbzeit gewinnen wir mit 13:11.

In der Schlussphase kam Eider Harde noch einmal richtig ins Rollen. Aus einem 18:25 wurde ein 22:27. Die Jungs kämpften bis zum letzten Angriff und erzielten knapp zwei Minuten vor Schluss auch das letzte Tor der Partie.

Und genau da liegt vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieses Spiels:

Was in den letzten Minuten möglich war, wäre auch in den ersten Minuten möglich gewesen.

Wir müssen lernen, dass ein Spiel nicht erst beginnt, wenn wir unseren Rhythmus gefunden haben. In dieser Liga können sieben verschlafene Tore am Ende nicht einfach wieder aufgeholt werden.

Von der ersten Sekunde an wach sein. Präsenz zeigen. Zweikämpfe annehmen. Als Mannschaft füreinander arbeiten.

Das 22:27 tut weh – und das darf es auch. Aber die zweite Halbzeit zeigt gleichzeitig, was in dieser Mannschaft steckt.

Also Jungs: Kopf hoch, aber nicht abhaken. Daraus lernen.

Beim nächsten Mal wollen wir nicht erst zeigen, was wir können, wenn es fast zu spät ist. Wir wollen es ab Minute eins zeigen.

Weiter geht’s, Eider Harde!