1. Männer Schritt nach vorne, aber leider keine Punkte

Den Ärger über die Spielansetzung in positive Energie ummünzen – das war das Ziel der Drittliga-Handballer der HSG Eider Harde beim Auswärtsspiel am Sonntag in Plauen. Dieser – wenn man so will – „Wut-in–Energie-Transfer“ hat auch gute 40 Minuten enorm gut funktioniert, trotzdem ging es für das Team von Trainer Matthias Hinrichsen ohne Punkte im Gepäck auf die mehr als 600 Kilometer lange Rückreise. Weil in der Schlussphase (wieder) zu viel verballert wurde. 32:34 (19:18) lautete das Endergebnis nach 60 umkämpften Minuten beim SV 04 Plauen-Oberlosa.
„Plauen hat in der zweiten Halbzeit aus Halbchancen Tore gemacht und wir haben aus hundertprozentigen Wurfgelegenheiten keine Treffer erzielt. Das war der Unterschied“, resümierte Hinrichsen. Trotzdem sprach er seinen Spielern ein Lob aus. „Wir haben …
… einen Mörderschritt in die richtige Richtung gemacht. Diesmal kann ich wieder sagen, dass wir uns weiterentwickelt haben“, stellte der Eider-Coach versöhnlich fest. Was diesmal besser klappte, war das Ausnutzen der gesamten Kaderbreite. „Durch das 7 gegen 6 konnten wir Finn-Luca, Tjorben und Thure Pausen im Angriff geben. Genauso in der Deckung. Dank der offensiven Variante haben auch Jannis und Max durchschnaufen dürfen“, so Hinrichsen.
Obwohl sich die Mannschaft bereits um 5.30 Uhr in Hohn in den Bus setzte, um rechtzeitig zum Anpfiff an der deutsch-tschechischen Grenze zu sein, präsentierte sie sich so gar nicht schlafmützig. Die erste Hälfte gehörte klar den Gästen, mehrmals lagen sie mit vier Toren vorne, wie beim Stand von 17:13 in der 26. Minute.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt die Führung zunächst Stand (22:19), selbst beim knappen 28:29-Rückstand in der 48. Spielminute war noch alles drin. Umso mehr ärgerte Hinrichsen die Schlussviertelstunde mit den vielen vergebenen Chancen – ein Umstand, der sich wie Kaugummi durch den bisherigen Saisonverlauf zieht: „Wir hatten die eindeutig besseren Chancen, aber dann müssen sie auch rein. Schade, dass Paul Jonas mit einem schmerzhaften Pferdekuss so früh in der Partie nicht mehr mitspielen konnte. Er hätte möglicherweise noch neue Impulse setzen können.“
Jetzt heißt es für die Hinrichsen-Mannen: Mund abwischen und weiterkämpfen. Am nächsten Sonnabend kommt der SC Magdeburg II nach Hohn. Dann muss die Hütte wieder brennen.
Schmidt, Haack; T. Heckel (5), Schneider (1), Ohm-Abelmann (5/2), Frahm (3), Bies (9), Hamann (4), Rohwer (1), M. Dau (3), P. Dau, Bielfeldt (1), Jonas, Schatz