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1. Männer Eider Harde will den Emotionsturbo zünden

Mit Wut im Bauch treten die Handball-Männer der HSG Eider Harde die Monstertour an die deutsch-tschechische Grenze zum SV 04 Plauen-Oberlosa an. „Dass es in der 3. Liga möglich ist, ein Spiel an einem Sonntag anzusetzen, für das eine Mannschaft 630 Kilometer fahren muss, finde ich nicht gut“, kritisiert Eider-Trainer Matthias Hinrichsen.

Der Coach räumt aber auch ein, dass er diese Perspektive speziell durch die Eider-Brille betrachtet: „Wir sind nun mal ein reiner Amateurverein, ohne die professionellen Strukturen, die andere Vereine haben. Übernachtungen sind nicht drin. Wir setzen uns um 6 Uhr in drei Neunsitzer-Busse, fahren hinunter und gehen am Montag wieder zur Arbeit, in die Uni oder zur Schule.“

15
Uhr sollte jeder Eider-Fan am Sonntag vor dem Bildschirm sitzen (Live-Übertragung auf www.sporteurope.tv). Dann ertönt der Anpfiff in der Kurt-Helbig-Sporthalle in Plauen. ODER: Wer Lust auf einen Spontantrip in die Spitzenstadt hat, der größten Stadt im sächsischen Vogtland, kann sich noch bei lennartmeier@gmx.de für die Bustour anmelden. Die Mannschaft freut sich über jeden Trommler und Supporter, der sie begleitet.

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Siege feierte die HSG in der vergangenen Spielzeit gegen die Sachsen. Zuhause schlugen (um nicht zu sagen verprügelten) die Eider-Handballer die weit gereisten Gäste nach einer 1-mit-Sternchen-Leistung in der ersten Halbzeit (Zwischenstand: 19:6) mit 36:27. Auswärts besiegten die Schleswig-Holsteiner die Oberlosaer mit 38:36.

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Minuten lang erwartet Hinrichsen am Sonntag die volle Emotionsoffensive von seiner Mannschaft: „Ich möchte, dass wir unser Unverständnis über die Ansetzung in eine positive Energie ummünzen. In eine Jetzt-erst-recht-Mentalität. Wir wollen nicht jammern, wir wollen aus den Umständen Kapital schlagen.“ Ein Emotionsturbo im Dauerbetrieb ist gefragt.

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Gegentore kassierte der SV 04 Plauen-Oberlosa in den jüngsten beiden Spielen gegen den SCM (30:41) und im Derby in Delitzsch (34:38). Zuvor gewann das Team von Trainer Enrico Henoch drei Mal in Folge gegen Grün-Weiß Werder, Stralsund und den DHK Flensborg. „Wir müssen wieder aktiver verteidigen und brauchen mehr Unterstützung von unseren Torhütern“, fordert Henoch.

29
Tore erzielte ihr bester Torjäger Matevz Kunst (28) bisher für die Schwarz-Gelben in fünf Spielen. Der Rückraumspieler aus Slowenien wechselte 2024 vom österreichischen Zweitligisten Union Leoben in die Vogtlandmetropole. Im Team der HSG Eider Harde sind Max Dau und Finn-Luca Bies mit jeweils 20 Tore die Top-Torschützen ihres Teams.

Schlussworte von Hinrichsen: „Plauen ist eine körperlich robuste Truppe. Da geht es am Sonntag von der Härte her ordentlich rund. Ich freue mich, dass wir aus den letzten Spielen gute Schlüsse gezogen haben. Ich werde in Plauen den ganzen Kader nutzen, in der Abwehr genauso wie im Angriff. Wir fahren mit einem guten Gefühl hin, glauben an unsere Siegchance und schauen dann, was dabei herauskommt. Und hoffentlich kann ich hinterher wieder sagen: Wir haben uns ein Stück weiterentwickelt.“