1. Frauen Starkes Heimdebüt gegen den Titelfavoriten

HSG Eider Harde unterliegt dem Frankfurter HC nach starkem Start mit 25:30
Unser erstes Heimspiel in der 3. Liga in der Werner-Kuhrt-Halle war für uns etwas ganz Besonderes. Dazu kam mit dem Frankfurter HC direkt ein Gegner, der zu den absoluten Titelfavoriten gehört und unter ganz anderen Voraussetzungen trainiert als wir. Umso mehr wussten wir, dass wir von der ersten Minute an hellwach sein mussten.
Und genau das waren wir.
Wir sind optimal ins Spiel gestartet und haben direkt umgesetzt, was wir uns nach der Videoanalyse vorgenommen hatten. Mit einem 4:0-Lauf haben wir die Partie eröffnet und damit nicht nur auf dem Feld ein Zeichen gesetzt. Auch die 250 Zuschauer auf der Tribüne und unsere Bank waren sofort da. Die Emotionen waren von Beginn an spürbar und haben uns zusätzlich getragen.
Frankfurt hat sich davon nicht beeindrucken lassen. Die Partie wurde intensiver und hitziger, und wir mussten immer wieder Lösungen gegen eine sehr starke Offensive finden. Besonders die Spielmacherin der Gäste hat uns vor große Aufgaben gestellt und war immer wieder Dreh- und Angelpunkt ihres Spiels.
Trotzdem haben wir dagegengehalten. Frankfurt kam Tor um Tor näher und konnte kurz vor der Pause erstmals die Führung übernehmen. Wir haben uns aber nicht hängen lassen und sind mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine gegangen – für uns war zu diesem Zeitpunkt noch alles offen.
Leider erwischten wir dann eine Phase von etwa zehn Minuten, in der wir nicht das auf den Platz gebracht haben, was uns zuvor so stark gemacht hatte. Frankfurt nutzte diese Schwächephase konsequent und zog von 14:16 auf 14:22 davon. Damit hatten wir uns selbst ein Stück weit aus dem Spiel gebracht.
Aber wir haben weiter an uns geglaubt.
Mit einer deutlich offensiveren Abwehr wollten wir noch einmal alles versuchen und den Druck erhöhen. Das hat funktioniert. Wir haben uns Tor für Tor zurückgekämpft und den Rückstand von sieben Toren wieder auf drei verkürzt. Beim 23:26 war das Spiel plötzlich wieder offen und wir haben gespürt, dass vielleicht doch noch etwas möglich ist. Die Halle war wieder voll da und wir haben alles reingeworfen.
Am Ende haben unsere Kräfte leider nicht mehr ganz gereicht. Frankfurt hat die letzten Minuten souverän gespielt und die Partie mit 30:25 für sich entschieden.
Natürlich hätten wir unser Heimdebüt gerne mit Punkten beendet. Trotzdem gehen wir mit einem positiven Bauchgefühlaus diesem Spiel.
Und genau das nehmen wir mit in die neue Trainingswoche.
Jetzt heißt es für uns, die Baustellen aus dem Spiel aufzuarbeiten, weiter zu trainieren und den Blick nach vorne zu richten. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, und wollen die kommende Woche nutzen, um uns bestmöglich auf die nächste Aufgabe vorzubereiten.
Denn mit Blomberg-Lippe wartet bereits am Sonntag der nächste Gegner auf uns.
Eure 1.Frauen