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1. Frauen Christian Hungerecker übernimmt Drittliga-Frauen der HSG Eider Harde

Nach dem historischen Aufstieg in die 3. Liga und der unerwarteten Trennung von Aufstiegstrainer Kai Nielsen musste die HSG Eider Harde innerhalb kürzester Zeit eine richtungsweisende Entscheidung treffen. Die Verantwortlichen präsentieren nun eine Lösung, die in der Handballszene für Anerkennung sorgen dürfte: Christian Hungerecker wird neuer Cheftrainer der Drittliga-Frauen.

Der 53-jährige Diplom-Trainer aus Kiel startet Anfang Juli mit dem Team in die Vorbereitung auf die erste Drittligasaison der Vereinsgeschichte. Mit Christian Hungerecker gewinnt die HSG einen ausgewiesenen Fachmann, der über jahrzehntelange Erfahrung im Leistungs- und Nachwuchshandball verfügt – vor allem im weiblichen Bereich.

„Für mich kam diese Entwicklung durchaus überraschend. Umso mehr habe ich mich über die Anfrage gefreut, denn das Gesamtpaket hat mich überzeugt. Ich kenne die Region, weiß um die Leidenschaft für den Handball und habe die HSG immer als engagierten, ambitionierten Verein wahrgenommen. In den Gesprächen wurde schnell deutlich, dass hier mit klaren Ideen und viel Herzblut gearbeitet wird. Diese Kombination aus sportlichem Ehrgeiz und einer motivierten Mannschaft hat mich gereizt. Deshalb musste ich nicht lange überlegen“, sagt Hungerecker.

Für den erfahrenen Coach ist die Rückkehr in die Region zugleich ein Wiedersehen mit bekannten Wirkungsstätten. Bereits 2006 war er für einige Monate Co-Trainer beim damaligen Männer-Oberligisten HSG Hohn/Elsdorf. Anschließend prägte er bis 2011 beim TSV Owschlag sowohl die Regionalliga-Frauen als auch die weibliche A-Jugend.

Es folgte ein Wechsel zur SG BBM Bietigheim in die 2. Bundesliga der Frauen. Danach arbeitete Hungerecker für mehrere Jahre als Landestrainer für den weiblichen Nachwuchs in Niedersachsen und betreute parallel den Zweitligisten SVG Celle, mit dem ihm der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Anschließend führte er von 2018 bis 2020 die „Jungen Wilden“ des TV Hannover-Badenstedt zur Meisterschaft in der 3. Liga.

Danach widmete sich Hungerecker seiner wissenschaftlichen Laufbahn als Mitarbeiter an der Universität Hildesheim. Seit 2024 ist jedoch die Leidenschaft für den Handball endgültig zurück: An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bildet er angehende Sportlehrkräfte im Fach Handball aus und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Trainerarbeit.

„Ich habe große Lust auf die Aufgabe bei der HSG, weil ich auf eine Mannschaft treffe, die sich ihren Erfolg mit enormem Einsatz erarbeitet hat und bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Gleichzeitig überzeugt mich der Weg der HSG. Besonders beeindruckt mich die vereinsübergreifende Zusammenarbeit im Jugendbereich im Rendsburger Raum und auch die Kooperation mit dem Bundesliga-Nachwuchs des Handewitter SV. Das ist eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren hervorragend entfaltet hat und beste Voraussetzungen schafft, nachhaltig leistungsorientierten Handball zu entwickeln. Ich freue mich außerdem sehr auf die Zusammenarbeit mit meinem Co-Trainer Finn Geske. Gemeinsam wollen wir die Mannschaft auf die Herausforderungen der 3. Liga vorbereiten.“

Der Vereinsvorsitzende Malte Plöhn zeigt sich hochzufrieden mit der Besetzung des Trainerpostens: „Uns war es wichtig, eine Persönlichkeit zu finden, die sportliche Kompetenz und Erfahrung miteinander vereint und menschlich zu unserer HSG passt. Christian erfüllt diese Kriterien. Dass wir einen Trainer mit einer solchen Vita für unseren Weg gewinnen konnten, macht uns stolz und bestätigt die Entwicklung unseres Vereins.“

„Nach der kurzfristigen Veränderung auf der Trainerposition mussten wir zügig handeln. Christian Hungereckers Erfahrung im Frauenhandball, seine Fachkompetenz und seine Fähigkeit, Spielerinnen individuell weiterzuentwickeln, werden unserer Mannschaft enorm helfen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, ergänzt Frauenwartin Thora Harbeck.

Am 7. Juli startet das Team in die Vorbereitung. Mehr dazu lest Ihr in Kürze hier auf den Kanälen.