News

1. Männer Kreisderby: Großer Respekt vor dem TSV Altenholz

Eine nüchterne Trainingswoche gefolgt von einem emotionsgeladenen Derby – so lautet der Plan von Matthias Hinrichsen. Der Trainer der Drittliga-Handballer der HSG Eider Harde bereitet seine Männer mehr oder weniger „emotionslos“ auf das Nachbarschaftsduell beim TSV Altenholz am Freitagabend vor. „Die Emotionen kommen dann von ganz allein mit dem Anwurf. Da bin ich mir sicher“, lächelt Hinrichsen. Der Anpfiff ertönt um 20.30 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle. Tickets gibt es an der Abendkasse. Wer die kurze Reise nicht antreten möchte, kann das Kreisderby live auf www.sporteurope.tv verfolgen.  

Ohne sich in die Karten schauen zu lassen, hat Hinrichsen unter der Woche an zwei Themen mit seinem Team gearbeitet. Wenig überraschend: Es handelt sich um Aufgaben in Angriff und Abwehr.

Stichwort Offensive: Beim jüngsten Heimsieg über die Füchse Berlin II erzielten die Eider-Handballer bei 58 Angriffen 33 Tore. Macht eine Effektivität von rund 57 Prozent. „In dem Punkt wollen wir uns unbedingt steigern. Unser Ziel sollte mindestens 60 Prozent Effektivität sein“, erklärt Hinrichsen.

In der Abwehr geht es dagegen maximal um Feinjustierung. Die Defensive im Spiel gegen die Füchse verdiente sich das Prädikat Extraklasse. Im Derby wird die Eider-Abwehr erneut gefordert sein. Es ist davon auszugehen, dass der TSV mit voller Kapelle antreten wird. Heißt: Zum ohnehin schon starken Kader gesellen sich noch Rasmus Ankermann und Jesse Dahmke, die beide in den vergangenen Monaten via Doppelspielrecht auch für den großen THW Kiel in Bundesliga und European League auflaufen durften. Insbesondere U19-Weltmeister Ankermann mauserte sich in einigen Partien zu einem der Haupttorschützen. Der Senkrechtstarter zeigte schon im Hinspiel in Hohn sein unglaubliches Potenzial.

Hatten sich im Abschlussklassement 2025 die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Kontrahenten erstmals verschoben – die HSG wurde Fünfter, der TSV Elfter – scheinen die Altenholzer in dieser Spielzeit zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Nur zehn Nasse nach 16 Spieltagen lautet die Zwischenbilanz des Tabellenfünften. Gegen die Topteams aus Hildesheim und Braunschweig verlor der TSV jeweils nur mit einem Tor Unterschied.

Hinrichsen: „Wir haben großen Respekt vor der bisherigen Runde, die der TSV spielt. Damit hat nicht jeder gerechnet. Torge Greve macht als Trainer anscheinend einen überragenden Job.“ Der HSG-Coach freut sich, wenn der TSV alle Mann an Bord hat: „Das bedeutet für uns: maximaler Fokus und maximale Konzentration.“

Gut möglich, dass die Gäste wieder Nerven wie Drahtseile in der „Knusperzeit“ brauchen werden. Zuletzt hat das mit einem 8:2-Lauf in den letzten Minuten gegen die Jungfüchse gut geklappt.

Unterstützung erhält die HSG in Altenholz von einer Busladung Sponsoren. Der Förderverein „HSG Club“ organisiert im Vorfeld ein nettes Beisammensein in der Hohner Halle mit einem Essen und Handball-EM schauen. Danach geht es gemeinsam zum Derby.

Fraglich ist noch der Einsatz von HSG-Regisseur Georg Rohwer, der sich im Training eine Blessur zuzog. Der Kapitän war zuletzt ein Garant für das gelungene 7:6-Überzahlspiel.

Infos zum Gegner

TSV Altenholz

Tabellenplatz 5, 22:10 Punkte

11 Siege, 5 Niederlagen

493 Tore, davon 45 Siebenmeter, 455 Gegentore

Beste Torschützen: Rückraum Links Nicolas Kahmke 90 Tore, Rechtsaußen Klas Bergemann 66/26, Kreis Lukas Hase 49

Meiste Zeitstrafen: Julius Georg Schneider mit 12 in 16 Spielen