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1. Männer Zaghaft gestartet, stark zurückgekommen – HSG verliert Derbyfight

Gegen den TSV Altenholz scheint in dieser Spielzeit nichts drin zu sein für die Handball-Männer der HSG Eider Harde. Am Freitagabend musste die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen die zweite Kreisderby-Niederlage in dieser Saison hinnehmen. 26:32 (10:15) hieß es nach 60 umkämpften Minuten in der Altenholzer Edgar-Meschkat-Halle aus Sicht der Gäste. Keine Blamage, wie Hinrichsen findet, aber …: „Mit einer Leistung, wie wir sie in Plauen und vor einer Woche gegen die Füchse Berlin auf die Platte gebracht haben, wäre mehr drin gewesen“, bilanzierte der Eider-Coach, um auf der Stelle zu ergänzen: „Schämen müssen wir uns nicht für die Niederlage, aber ein bisschen ärgern tun wir uns schon.“

In der Tabelle der 3. Liga Nord-Ost bleibt die HSG mit 17:19 Punkten auf Rang neun – das macht immer noch acht beruhigende Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.

Woran lag es denn, dass die HSG Probleme hatte, mit dem TSV mitzuhalten? „Das muss ich mir noch genauer anschauen, aber gefühlt sind wir das Derby in der ersten Halbzeit zu zaghaft angegangen. Uns fehlte die Tiefe im Angriff“, suchte Hinrichsen Erklärungen für den Fünf-Tore-Rückstand beim Pausenpfiff.

Nach Wiederanpfiff berappelten sich die Gäste, griffen – wie vom Trainer gefordert – mehr die Halbverteidiger an, fanden gute Lösungen und schnupperten so in der Schlussphase doch nochmal an einem Punktgewinn, als in Minute 53 Jesse Kock auf 24:26 verkürzen konnte.

„Die Partie hätte kippen können, wenn der TSV in der Phase eine berechtigte Zeitstrafe bekommen hätte. Hat er aber nicht und so haben die Altenholzer die Partie nach Hause gebracht. Das Ergebnis geht vollkommen in Ordnung. Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, zeigte sich Hinrichsen als fairer Verlierer. Der TSV sei eine super Truppe, zumal an diesem Tag die beiden „Schwellenspieler zur Bundesliga“, Rasmus Ankermann und Jesse Dahmke, reichlich Einsatzzeiten erhielten. Hinzu kam, dass die Gastgeber das Torhüterduell für sich entscheiden konnten.

Jetzt heißt es für die HSG Wunden lecken und die paar Blessuren auskurieren, um am nächsten Wochenende zum nächsten Topduell wieder fit zu sein. Dann kommt Spitzenreiter Eintracht Hildesheim in die Hohner Sporthalle.

Hinrichsen: „Abschließend möchte ich sagen, dass eine tolle Derby-Atmosphäre herrschte. Vielen Dank an unsere Supporter.“

Schmidt, Haack; T. Heckel, Rohwer, Kock (3), J. Oettershagen (1), Schneider (1), Mumm (1), Heinemann (6), Hartwich (4), Dau (1), Abelmann-Brockmann (2/2), Glumm (2), Frahm, Bies (4), Hamann (1)