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1. Männer Frühstart: Zum Auftakt wartet ein Highlight in Sachsen

Noch vor dem Start in die Handball-Bundesliga fliegen die Bälle in der 3. Liga. Schon an diesem Wochenende reisen die Männer der HSG Eider Harde gen Osten. In der sächsischen Metropole Leipzig erleben sie gleich das erste Highlight der Saison. Normalerweise verlieren sich bei Heimspielen der U23-Mannschaft des SC DHfK Leipzig ein paar Dutzend Zuschauer in der Halle, am Sonnabend wird das anders sein. Der Saisonauftakt ist eingebettet in den Tag des Handballs – ein buntes Familienfest rund um den Handball – und findet in der großen Quarterback Immobilien Arena statt. Fassungsvermögen: 7.000 Fans. Im Anschluss testet das Bundesliga-Team des DHfK gegen den tschechischen Club Banik Karvina.    

Anwurf der Drittliga-Begegnung ist um 16.30 Uhr. Die Partien der 3. Liga werden auch in dieser Saison wie gewohnt auf www.sportdeutschland.tv übertragen. Anmeldungen für den Fanbus werden unter lennartmeier@gmx.de entgegengenommen.  

Summa summarum scheint die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen gut gerüstet zu sein für ihre dritte Saison in der 3. Liga hintereinander – nach wie vor alles andere als Business as usual für einen Dorfverein mit schmalem Geldbeutel. Nach Platz 8 und Rang 5, wohin führt der Weg in dieser Spielzeit? Das Team ist eingespielt, muss nur einen Zugang integrieren. Malte Abelmann-Brockmann vom TSV Altenholz. „Mit seiner Geschwindigkeit und Tiefe ist Malte ein belebendes Element in unserem Spiel. Ein ganz anderer Spielertyp, den wir so bisher nicht hatten“, sagt Eider-Co-Kapitän Jannik Oettershagen.

Bis auf die deutliche Niederlage gegen den Zweitligisten Lübeck-Schwartau verlief die Vorbereitung ergebnistechnisch vollkommen in Ordnung. Siege gegen Norderstedt, Hürup und die HSG Ostsee belegen die positive Bilanz.

Auch das Trainingslager im dänischen Skaerbaek am vergangenen Wochenende vertiefte das gute Gefühl. „Zwei hochklassige Testspiele und vier Trainingseinheiten geben mir ein richtig gutes Gefühl für den Saisonstart“, schilderte Coach Hinrichsen seine Gemütslage. Neben zwei ungefährdeten Siegen gegen den Regionalligisten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg traf die HSG auf den niederländischen Erstligisten Aalsmeer, immerhin Dritter der vergangenen Saison in der Eredivisie. 32:29 lautete das Endergebnis für die Eider-Handballer. Auch die Generalprobe gestaltete die HSG erfolgreich gegen den dänischen Zweitliga-Absteiger Faaborg HK (29:23). „Wir konnten viel ausprobieren, haben richtig gut und erwachsen gespielt“, berichtet Oettershagen. Potenzial hätten zudem die mitgereisten A-Jugendlichen der HSG gezeigt: Noah Stangier, Piet Dau und Paul Jonas.

Mit konkreten Saisonzielen hält sich Hinrichsen zurück, er möchte seine Spieler möglichst wenig stressen: „Wir haben vergangene Saison schon ziemlich viel erreicht. Jetzt mit Steigerungen in Form von Tabellenplätzen zu kommen, wäre nicht zielführend. Ich spüre aber in der Mannschaft immer noch großes Potenzial. Auch wenn es sich komisch anhört, aber der schlechte Saisonstart in die letzte Saison gibt uns Energie. Ich spüre, dass die Jungs das nicht wiederholen möchten. Ziel Nummer eins ist also ein guter Saisonstart und dann natürlich eine stetige Verbesserung.“

Ansonsten, was bleibt zu sagen? Stichwort Hohner Werner-Kuhrt-Halle. Bisher konnte die Truppe kein einziges Mal dort trainieren, da ein neuer Boden verlegt wird. Angepeilte Fertigstellung respektive Abnahme ist kommenden Mittwoch. Läuft alles plangemäß, kann die HSG am darauffolgenden Donnerstag das Abschlusstraining vor der Heimspiel-Premiere gegen Aufsteiger Plauen-Oberlosa in der Halle bestreiten. Die Daumen sind gedrückt.

Hinrichsen: „Die Sperrung der Halle hat Körner gekostet. Aber auch hier nochmals ein Dank an die Vereine HSG Schleswig, Schlesig IF und Büdelsdorfer TSV, dass wir trotzdem relativ regelmäßig trainieren konnten. Darüber hinaus möchte ich den vereinsinternen Mannschaften danken, die sehr tolerant mit ihren Hallenzeiten in Hamdorf umgegangen sind.“