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1. Männer Eider verliert Derby: Eine starke Halbzeit reicht nicht

Nur zwei Tore haben die Handball-Männer der HSG Eider Harde in dieser Saison weniger geworfen als die der HG Hamburg-Barmbek – trotzdem setzte es zweimal eine Niederlage. Nach der 25:26-Heimpleite wollte die Truppe von Trainer Matthias Hinrichsen in Hamburg unbedingt Revanche nehmen. Ohne Erfolg. Diesmal verlor die HSG in der Wandsbeker Sporthalle mit 35:36 (19:15). Superärgerlich, zumal es nach Halbzeit eins nullkommanull nach einer Auswärtsniederlage aussah. Im Gegenteil: Bei einer zwischenzeitlichen 13:7-Führung roch es vielmehr nach einem weiteren Derbysieg. So aber steht fest: Derbys in der 3. Liga Nord-Ost kann die HSG in dieser Saison nur gegen den DHK Flensborg.

„Wir hätten die Barmbeker in der ersten Halbzeit brechen und mit acht Toren führen müssen. Dass wir das nicht gemacht haben, nehme ich auch auf meine Kappe“, räumte Hinrichsen nach Schlusspfiff ein. Was meint er damit?

„Da wir bereits gesichert sind, möchte ich in unseren letzten Saisonspielen ein Auge auf die Entwicklung werfen und etwas ausprobieren. Es wäre schön, wenn wir den Spagat schaffen könnten, so dass es am Ende trotzdem zum Sieg reicht“, erklärt Hinrichsen, der nach dem hohen Vorsprung durchwechselte. So ging ein bisschen der Flow verloren. „Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler“, stellt der Eider-Coach klar. Ist der Flow erstmal weg, findet man ihn schwer wieder.

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gastgeber Step by Step heran. Eider tat sich schwer, spielerische Lösungen gegen die offensive Barmbeker Abwehr zu generieren. Zu sehr verließen sich die Gäste auf die individuellen Qualitäten von Thore Heinemann und Finn-Luca Bies.

Und: Im Tor gewann Henri Wommelsdorf das Paradenduell gegen Jorge Schmidt. Während der Barmbeker Keeper immer wieder freie Würfe parierte, bekam Schmidt diesmal ausnahmsweise kaum einen Ball an die Finger. Der zweite Durchgang ging klar an den heimischen Torwart. Am Ende setzte der starke Ben Behncke zehn Sekunden vor Abpfiff den Schlusspunkt zum 36:35-Sieg.

Hinrichsen: „Wir müssen diese Niederlage akzeptieren, so ärgerlich und unnötig sie war. Wir werden aber weiter daran festhalten, auf die Entwicklung im Hinblick auf die nächste Saison zu gucken.“

Schmidt, Haack; T. Heckel, Kock (2), J. Oettershagen, Schneider, Heinemann (7), Hartwich (5), Abelmann-Brockmann (1/1), Glumm (8), Frahm, Bies (7), Hamann (5/2), Rohwer, Wichmann