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1. Männer Zielgerade in der 3. Liga: HSG vor Ost-Serie

Endspurt! Die Saison in der 3. Liga Nord-Ost der Handball-Männer biegt auf die Zielgerade ein. Fünf Spiele muss die HSG Eider Harde noch absolvieren. Die Gegner heißen Rostock, Stralsund, Oranienburg, Magdeburg und Ostsee. Ost-Wochen also für die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen. Den Anfang macht am Sonntag der HC Empor Rostock, der die HSG um 16 Uhr in der Fiete-Reder-Sporthalle (Marienehe) empfängt. Plätze im Bus sind noch vorhanden, Wer mitfahren will, meldet sich bitte bei lennartmeier@gmx.de an. Wer dafür keine Zeit hat, kann das Spiel wie gewohnt auf www.sporteurope.tv verfolgen.

Bleibt die Frage: Was will die HSG in dieser Saison noch erreichen?

Die Antwort fällt gar nicht so leicht. Besser als letzte Saison (Rang 5) abschneiden, klappt nicht mehr bei 13 Punkten Rückstand auf den Fünftplatzierten, auf den die HSG übrigens an diesem Wochenende trifft. Selbst der Siebte SC Magdeburg II wird höchstwahrscheinlich nicht mehr einzuholen sein für den Tabellenachten Eider Harde. Acht Punkte trennen Eider vom SC bei nur noch fünf Spielen.

Und selbst punktetechnisch wird es enorm schwer, noch auf die gleiche Anzahl wie vergangene Saison zu kommen. 2025 waren es 31 Zähler nach 30 Spieltagen, jetzt hat die HSG 23 Punkte eingesammelt. Immerhin schon 23, denn die bilden ein sicheres Polster auf den ersten Abstiegsrang, den die HSG Ostsee auf Platz 14 einnimmt. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung der Hinrichsen-Truppe auf die Gefahrenzone bei erwähnten fünf verbleibenden Spielen. Man muss kein Mathe-Crack sein, um zu wissen: Der Klassenerhalt ist sicher.

Also, was sind nun die Ziele, „Matze“? „Uns haben die letzten Auswärtsniederlagen arg genervt. Barmbek sowieso, aber auch bei den Spitzenteams in Aue und Braunschweig haben wir richtig gut performt. In Braunschweig haben wir sogar mit acht Toren zur Pause geführt. Jetzt spielen wir wieder bei einem Topteam. Vielleicht stoßen wir diesmal den Bock um“, erzählt Hinrichsen im Wissen, wie schwer es gegen die robusten Rostocker wird, die über ein gutes Kleingruppenspiel verfügen – vor allem mit ihrem Kreisläufer Dennis Mehler.

Hinrichsen: „Ansonsten wollen wir uns natürlich weiterentwickeln, wollen Dinge ausprobieren und uns ein gutes Gefühl holen. Sobald der Anpfiff ertönt, werden wir auch wieder brennen, da bin ich mir sicher.“

Der Gegner der HSG hatte sich in dieser Saison wesentlich mehr ausgerechnet – doch bei Empor ist inzwischen Ernüchterung eingekehrt. Statt Angriff auf die 2. Liga heißt es nun: Neustart. Die Rostocker haben bewusst auf den Lizenzantrag für die 2. Liga verzichtet und setzen nun auf Konsolidierung. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und der Abstand zu den Aufstiegsplätzen zwangen den Traditionsklub, der 2023 zuletzt aus der 2. Liga abstieg, zum Umdenken. Parallel endet im Sommer die Zusammenarbeit mit Trainer Michael Jacobsen. Statt kurzfristigem Erfolg rückt nun ein langfristiger Plan in den Fokus: mehr regionale Identität, nachhaltige Entwicklung und strukturelle Stabilität. Empor tritt bewusst auf die Bremse.

Allerdings bestimmt nicht am Sonntag vor den eigenen Fans, die wie immer zahlreich und lautstark vertreten sein werden. Hinrichsen: „Wir freuen uns auf die Stimmung.“

Infos zum Gegner

HC Empor Rostock

Tabellenplatz 5, 36:14 Punkte

17 Siege, 2 Remis, 6 Niederlagen

792 Tore, davon 60 Siebenmeter, 713 Gegentore

Beste Torschützen: Linksaußen Kay Funke 138/40 Tore, Rückraum Elias Gansau 121, Rechtsaußen Matheus Costa Dias 83/12, Rückraum Alexander Schütze 83

Meiste Zeitstrafen: Elias Gansau mit 20 in 22 Spielen