1. Männer Highspeed-Handball zum Heimspielauftakt

Hoher Besuch aus der Hauptstadt kündigt sich in diesen Tagen in Hohn an. Die Handball-Spielgemeinschaft Eider Harde empfängt den Tabellenzweiten der 3. Liga Nord-Ost, die Füchse aus Berlin – in Fachkreisen auch bekannt als der Talentschuppen schlechthin im deutschen Handball. „Wahnsinn, was sie Jahr für Jahr aus ihrer Akademie hochbekommen. Großer Respekt“, schwärmt Eider-Trainer Matthias Hinrichsen von den Ausbildungsstrukturen in der Spreemetropole. Trotzdem: Chancenlos sieht er sein Team nicht, wenn am Sonnabend um 19.15 Uhr der Anpfiff in der Werner-Kuhrt-Halle ertönt. „Gegen den Highspeed-Handball der Füchse haben wir eigentlich immer ganz gut ausgesehen“, so Hinrichsen.
Allen Fans, die eine terminliche Kollision mit dem Länderspiel Deutschland vs. Norwegen (20.30 Uhr) befürchten, sei gesagt: Es ist geplant, den EM-Kracher in der Halle zu übertragen.
Kurz zur Historie: Von sieben Duellen mit dem FUX2-Kader verlor die HSG Eider Harde lediglich zwei, davon das Hinspiel in Hohenschönhausen mit 25:29. Es war der Startschuss für eine Zwölf-Siege-Serie, die die Berliner zur Herbstmeisterschaft führte. Zuletzt mussten sie sich jedoch zweimal in Folge zu Hause geschlagen geben gegen Altenholz und Tabellenführer Hildesheim. Gegen die Niedersachsen saß Prominenz an der Seitenlinie.
Profi-Coach Nicolej Krickau coachte die Truppe für den verhinderten Per Kohnagel, der sich mit der italienischen Nationalmannschaft bei der EM befand. Krickau durfte einige seiner Nachwuchscracks wie Torwart Pius Joppich, Rückraum-Shooter Lauro Pichiri oder das österreichische Dreigestirn Felix Bernkop-Schnürch, Gabriel und Jonas Kofler außerhalb des normalen Trainingsbetriebs erleben. In Hohn soll laut Füchse-Homepage der Co-Trainer der Profis, Max Rinderle, übernehmen.
Mittlerweile nicht mehr dabei ist übrigens U19-Weltmeister William Reichardt, der den Eider-Handballern in der Hinserie noch fünf Buden einschenkte und nun für den Zweiligisten VfL Potsdam auf Torejagd geht.
Alles Nebenkriegsschauplätze für die HSG. Ihr Fokus liegt auf dem ersten Heimspiel im Jahr 2026. „Mit der bisherigen Ausbeute zuhause können wir nicht zufrieden sein. Von unseren 15 Punkten haben wir neun auswärts geholt. In Hohn haben wir zu viel liegen gelassen, gegen Barmbek, gegen Magdeburg. Aber wir lassen uns nicht stressen, wir sind ehrgeizig genug, am Sonnabend alles auf der Platte zu lassen, um vielleicht die Überraschung zu schaffen“, gibt Hinrichsen Einblicke in die Kabine.
Was gut ist: Mit dem Sieg in Plauen am vergangenen Wochenende hat sich die HSG als Tabellenneunter Luft verschafft und den Abstand auf die Abstiegszone auf sieben Punkte vergrößert.
Infos zum Gegner
Füchse Berlin II
Tabellenplatz 2, 26:6 Punkte
13 Siege, 3 Niederlagen
519 Tore, davon 55 Siebenmeter, 472 Gegentore
Beste Torschützen: Linksaußen Jan Grüner 105/29 Tore, Rückraum Lauro Pichiri 59, Linksaußen Justin Wollny 57/21
Meiste Zeitstrafen: Gabriel Kofler mit 13 in 16 Spielen
Hier findet Ihr den Giebel