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1. Männer Eider Harde zurück im Drittliga-Alltag

Nach gut vier Wochen Zwangspause ist Schluss mit Spekulatius, Eisregen und Videostudium – die Drittliga-Handballer der HSG Eider Harde rollen wieder über die Autobahnen der Republik. Es geht direkt ans andere Ende der Liga-Karte: Auswärtsspiel beim SV 04 Plauen-Oberlosa, kurz vor der tschechischen Grenze. Über 600 Kilometer einfache Strecke – die weiteste Reise der Saison. Einmal quer durch den Handball-Winter.

Die Vorbereitung für den Jahresauftakt verlief – sagen wir mal – suboptimal. Wintereinbruch, Trainingsabsagen, auch das geplante Testspiel gegen Vinnhorst fiel dem Wetter zum Opfer. Trotzdem: „Die Stimmung ist gut, der Fokus da“, sagt Eider-Trainer Matthias Hinrichsen. Anpfiff am Sonnabend in der Plauener Kurt-Helbig-Halle ist um 19 Uhr. (live auf www.sporteurope.tv)

Logistisch wird die HSG diesmal erfinderisch: Da der große Mannschaftsbus den Regionalliga-Frauen zur Verfügung steht, reisen die Männer erstmals mit drei Neunsitzern an. Auf der Hinfahrt übernimmt das Trainer- und Betreuerteam das Steuer, die Rückfahrt – mal sehen – vielleicht diejenigen, die die wenigsten Tore werfen. Wäre zumindest ein kreativer Motivationsboost.

Sportlich wurde die Pause trotz aller Widrigkeiten intensiv genutzt. Viel Video, viel Analyse, Hinrichsen reagierte damit auf die Derby-Niederlage bei der HSG Ostsee kurz vor Weihnachten. Sein Ziel: „Wir wollen im Angriff effektiver werden, wir brauchen wieder mehr Struktur und klarere Abläufe – das war zuletzt teilweise haarsträubend. Das können wir besser.“

In Plauen wird die HSG ohne treffsichere Schützen sehr wahrscheinlich nichts reißen. Die Vogtländer gelten als heimstark, zehn ihrer zwölf Punkte holten sie im heimischen Hexenkessel, unter anderem vier Punkte gegen die Spitzenteams aus Hildesheim und Rostock.

War das Hinspiel am zweiten Spieltag noch eine klare Sache für die HSG Eider Harde, dürfte die Aufgabe am Sonnabend ungleich komplizierter werden – und darüber hinaus auch noch aufregend. Denn in Plauen sind die Eider-Handballer noch nie aufgelaufen. Hinrichsen: „Ich freue mich auf den Hexenkessel, hoffentlich kommt ordentlich Druck von den Rängen. Das gibt uns die nötige Extraportion Motivation.“

Personell gibt’s gute Nachrichten: Alle Mann werden am Sonnabend in die drei Neunsitzer einsteigen. Auch Thore Heinemann ist wieder am Start, ebenso Finn Luca Bies, der nach seinem vielversprechenden Comeback in Grömitz den nächsten Step machen möchte.

Infos zum Gegner

SV 04 Plauen-Oberlosa

Tabellenplatz 10, 12:20 Punkte

6 Siege, 10 Niederlagen

485 Tore, davon 41 Siebenmeter, 520 Gegentore

Beste Torschützen: Rückraum Matevž Kunst 120/4 Tore, Rechtsaußen Sebastian Naumann 52/26, Linksaußen Tim Stäglich 50/5

Meiste Zeitstrafen: Roman Becvar mit 12 in 16 Spielen