1. Männer Zu viel verworfen: Eider beschenkt sich nicht selbst

Was für eine Bescherung! Leider keine schöne. Im letzten Heimspiel des Jahres konnten sich die Handball-Männer der HSG Eider Harde keine Punkte unter den Christbaum legen. Gegen einen guten Gegner SC Magdeburg II setzte es eine deutliche 27:35-Niederlage, die sich laut Eider-Trainer Matthias Hinrichsen klar analysieren lässt: „Zu etwa 50 Prozent war es die Stärke des Gegners, die anderen 50 Prozent lagen leider bei uns selbst.“ Beim Seitenwechsel sah wenig nach einem Magdeburger Triumphmarsch aus. Die erste Hälfte endete 14:14.
In der Tabelle der 3. Liga Nord-Ost bleibt die HSG mit 13:15 Punkten auf dem neunten Platz.
Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeber. In Halbzeit eins fanden die Hinrichsen-Männer gute Lösungen im Angriff, spielten sich Chancen heraus und hätten zur Pause eigentlich führen müssen – wäre da nicht die vermaledeite Abschlussschwäche gewesen. Zwölf Fehlwürfe standen in den ersten 30 Minuten zu Buche, davon acht komplett freie. Von außen, vom Kreis, vom Siebenmeterstrich. Viel zu viel, um sich absetzen zu können.
Der Plan: in der Pause das nötige Zielwasser trinken. Irgendwas muss dabei schiefgelaufen sein.
Denn nach dem Seitenwechsel sahen die gut 450 Fans in der Hohner Werner-Kuhrt-Halle eine kopflose Heimmannschaft. Ohne Ordnung, ohne Durchschlagskraft, viele Ballverluste, falsche Entscheidungen und simple Fehler ließen die YoungsterS von Trainer Christoph Theuerkauf auf die Siegerstraße einbiegen. Die Magdeburger Nachwuchstalente, von denen sicherlich einige in den nächsten Jahren in den Bundesligen auftauchen werden, spielten einfach abgezockter als die erfahreneren Hausherren.
Erst in der Schlussphase wurde es aus Eider-Sicht etwas besser. Hinrichsen: „In der zweiten Halbzeit war die Abschlussquote nicht mehr ganz so schlecht wie davor, allerdings haben wir uns auch nicht mehr so klare Chancen herausgespielt.“
Unterm Strich bleibt eine ärgerliche Niederlage in einem Spiel, das mehr hergegeben hätte. Jetzt heißt es: Wunden lecken, Fehler analysieren und einmal noch in diesem Jahr angreifen. Am nächsten Sonnabend (18 Uhr) geht es zum Derby zur HSG Ostsee N/G nach Grömitz.
Schmidt, Haack; Rohwer, Kock (2), J. Oettershagen, Schneider, Mumm (1), Hartwich (7), Dau (2), Abelmann-Brockmann (1), Glumm (2), Frahm (3), Hamann (1), Heckel (4), Heinemann (4), Bies