News

1. Männer Liga-Goliath läuft in Hohn auf

Alles kann, nichts muss. Was schwer nach einem First-Date-Motto klingt, sollten sich auch die Handball-Männer der HSG Eider Harde vor ihrem Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer (8:0 Punkte) und Pokalschreck HC Empor Rostock hinter die Ohren schreiben. Das aktuelle Schlusslicht der 3. Liga Nord-Ost empfängt am Sonnabend den Traditionsclub von der Ostseeküste in der Hohner Sporthalle. Anwurf ist um 19.15 Uhr.

Alles andere als ein Auswärtssieg der Rostocker wäre eine Sensation im XXL-Format. Wäre Kaiser Franz einst Handballtrainer gewesen, er hätte seiner Mannschaft angesichts der Herkulesaufgabe vermutlich folgende Karo-einfach-Ansage mit auf den Weg gegeben: Geht’s raus und spielt’s Handball!

Tickets für das Duell David gegen Goliath können Fans im Vorfeld online unter www.diginights.com erwerben.

Der Tenor vor dem Spiel von Trainer Matthias Hinrichsen:

„Der achte Platz in der vergangenen Saison hat die Erwartungshaltung bei uns und im Umfeld nach oben geschraubt. So groß diese war, so groß ist nun die Enttäuschung, dass es diese Saison anders läuft. Wir sollten alles auf null stellen und uns klar machen, woher wir kommen. Wir wollen Spaß in der 3. Liga haben. Ohne Ergebnisdruck. Wir sind mit einem Altersschnitt von 23,1 Jahren immer noch sehr jung und lernen in jeder Partie dazu. So ein Spiel gegen den HC Empor, in dem wir nichts zu verlieren haben, kommt jetzt gerade recht. Genau das richtige Spiel in unserer Situation. Lasst uns alles raushauen und Selbstvertrauen zurückholen. Das Training am Dienstag hat mir gezeigt, wie wir ticken. Das war geil. Mit hoher Intensität, mit harten Zweikämpfen in der Abwehr. Da war ordentlich Dampf drin.“

Für Empor dürfte die Station in Hohn eine unliebsame Pflichtaufgabe vor dem Knallerduell gegen den Zweitligaabsteiger TuS Vinnhorst am kommenden Wochenende und der Partie am 1. Dezember gegen den MTV Braunschweig sein. Diese beiden Teams sind die Hauptkonkurrenten der Rostocker um den Aufstieg. Für das professionelle Umfeld des HC ist die 2. Liga das angestrebte Ziel.

Zuletzt hatten die Empor-Handballer mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Nach Julius Siegler (Kreuzband-OP) und Juri Richter (Herzmuskel-Entzündung) fiel auch Matheus Costa Dias aus. Bei dem brasilianischen Rechtsaußen wurde ein Meniskusriss im linken Knie diagnostiziert. Auch der portugiesische Neuzugang Ricardo Silva Magalhães fehlte zuletzt.

Infos zum Gegner

Erfolge: Der SC Empor war je einmal Vereins-Europameister und Europapokalsieger der Pokalsieger. Außerdem war der SC Empor Rekordpokalsieger und nach dem SC Magdeburg zweithäufigster Meister der DDR. Empor war der einzige Verein, der in allen Spielzeiten (ab Gründung 1955) in der DDR-Oberliga spielte.

Zugänge: Spielmacher Julian Pratschner (ehemaliger österreichischer Nationalspieler), Torjäger Elias Gansau vom letztjährigen Zweitligisten EHV Aue, Kreisläufer Juri Richter vom TSV Altenholz und der Rückraum-Mann Ricardo Silva Magalhães (kam vom portugiesischen Erstligisten Vitória SC)

Verlustreicher Abgang: Kreisläufer Martin Kaergaard Pedersen

Jüngste Sensationen des HC Empor: In der 1. DHB-Pokalrunde bezwang Empor den Bundesliga-Aufsteiger VfL Potsdam mit 28:25. Am Mittwoch gelang den Rostockern in der 2. Runde gegen die HSG Nordhorn-Lingen mit einem 42:40-Sieg nach Verlängerung die nächste Pokalsensation.

Platzierung in der Saison 2023/24: 2. Platz (50:10 Punkte)

Duelle 2023/24: HSG vs. Empor 24:31; Empor vs. HSG 33:29

Die drei besten Torschützen der Saison 2023/24: Rückraum-Rechts Andre Meuser (126 Feldtore/26 Spiele), Linksaußen Jesper Schmidt (94 Tore, davon 28 Siebenmeter/24 Spiele, jetzt HSC Coburg), Rechtsaußen Matheus Costa Dias (84 Tore, davon 37 Siebenmeter, 24 Spiele)